Erwärmung der Seen
In den Seen breiten sich die sauerstoffarmen Zonen in der Tiefenschicht weiter aus. Doch warum? Die Temperatur an der Wasseroberfläche nimmt langfristig deutlich schneller zu, als die Temperatur in der Tiefenschicht. Die immer größere Temperaturdifferenz zwischen den Schichten führt zu einer immer länger anhaltenden sommerlichen Temperaturschichtung. Die Aufhebung der Temperaturschichtung ermöglicht eine Wasserzirkulation und damit den Eintrag von Sauerstoff ins Tiefenwasser.
Die immer länger werdenden sommerlichen Temperaturschichtungen in Seen, kombiniert mit bakterielle Abbauprozesse, am Grund des Sees stattfinden und Sauerstoff verbrauchen, führen dazu, dass immer mehr sauerstofffreie Zonen entstehen. In Folge dessen sterben viele Fische an Sauerstoffmangel.
Erwärmung der Weltmeere
Die Weltmeere bedecken etwa 70% der gesamten Erdoberfläche und sind ein riesiger Wärmespeicher, der einen Großteil der Sonnenenergie absorbiert. Je höher die Temperaturen werden, umso mehr erwärmen sich auch die Meer. Dabei wird ein Großteil der Energie an der Oberfläche gespeichert, jedoch wird die Wärme zunehmend auch in tiefere Zonen transportiert. Mit der zunehmenden Wassertemperatur wird auch weniger Sauerstoff im Wasser gelöst. Gleichzeitig nehmen die Weltmeere durch den erhöhten C02-Ausstoß auch immer mehr Kohlenstoffdioxid auf. Dadurch nimmt der pH-Wert in den Meeren ab und sorgt dafür, dass diese langsam versauern.
Was sind die Folgen der Meereserwärmung?
Selbst ohne die Berücksichtigung der schmelzenden Polkappen und Gletscher steigt der Meeresspiegel. Denn wärmeres Wasser dehnt sich aus und benötigt mehr Platz. Dadurch werden Küstenregionen und Inselstaaten zunehmen gefährdet.
Die Weltmeere geben einen Teil ihrer Wärme an die Atmosphäre ab und beeinflussen somit das Wetter und Klima weltweit. Damit begünstigt die Erwärmung der Weltmeere auch die schnellere Bildung und Ausbreitung von tropischen Stürmen sowie Hurrikans.
Die steigenden Temperaturen gefährden auch die Artenvielfalt in Weltmeeren. Besonders gefährdet sind hierbei die Korallenriffe, die die steigenden Temperaturen nicht aushalten können. Auch Fische werden von den Wassertemperaturen beeinflusst: Kleine Fische haben weniger Zooplankton als Nahrungsquelle zur Verfügung. Dadurch werden sie kleiner und leichter. Steigende Wassertemperaturen beeinflussen auch das Jagdverhalten von größeren Fischen. Diese konzentrieren sich bei der Jagd zunehmend auf kleinere Beute, welche ihnen weniger Energie liefert.