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Verschiebung der Jahreszeiten

Im Kalendarium ist der Beginn und das Ende der Jahreszeiten starr festgelegt. Die phänologischen Jahreszeiten werden nach periodisch wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungsphasen eingeteilt. Diese phänologischen Jahreszeiten verschieben sich durch den Klimawandel: Der Frühling, Sommer und Herbst beginnen immer früher. Während der Frühling und Sommer immer länger dauern, werden Herbst und Winter kürzer.

Die Dauer der Vegetationsperiode, die Zeit in der Pflanzen wachsen, blühen und fruchten, nahm seit 1961 um mehr als 26 tage zu. Pflanzen blühen immer früher und sind vor der Kälte im Frühjahr schlechter geschützt. Dadurch erhöht sich das Risiko für Frostschäden an Bäumen und Büschen erhöht. Darüber hinaus sind die für die Bestäubung der Blüten zuständigen Insekten teils noch nicht geschlüpft.

Auswirkungen auf die Tierwelt

Auch Tiere wie der Igel könnten früher aus dem Winterschlaf erwachen. Jedoch bedeutet dies nicht, dass Insekten von denen sich der Igel ernährt, früher aus der Winterstarre erwachen. Durch den früher eintretenden Frühling erhöht sich folglich die Chance, dass Tiere an Nahrungsmangel oder auch Kälte sterben.

Kürzere Winter und ausbleibender Schnee in Deutschland gefährden auch Tiere die auf verschneite Winter angewiesen sind: So zum Beispiel auch das Hermelin. Während es im Sommer noch braunes Fell besitzt, wechselt es im Winter seine Fellfarbe zu weiß. Sein weißes Fell erfüllt bei kürzeren Wintern mit wenig Schnee seine Tarnungsfunktion vor Fressfeinden wie dem Fuchs nicht.